Die aktuelle Ausgabe    
des Verstärkers -    
Auszüge jetzt    

hier!    
Verstärkernews
Rückblende auf die 5 Jahresfeiern PDF Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 8
SchlechtSehr gut 
Geschrieben von Olaf Stichtenoth   
Monday, 11. September 2006

Es ist Montag. Hinter uns liegen die Veranstaltungen anläßlich des Verstärkerjubiläums. Für die, die nicht da waren soll hier ein kleiner Einblick entstehen. Wo fange ich an? Zuerst bei den beinah Katastrophen. Am Donnerstag vor dem Freitag erfuhren wir, dass die Verstärker der Jubiläumsausgabe uns wohl nicht erreichen würden. Die Druckerei vermeldete eine kaputte Maschine. Es schien wenig zu machen.Anfragen bei anderen Druckereien blieben erfolglos. Ich hatte mich schon darauf eingestellt die Verstärker wie die ersten Ausgaben von Hand zu kopieren und in schwarz weiß unter das Volk zu bringen.

Doch dann kamen sie doch noch. Unsere Druckerei (alinea in Dresden), konnte Freitag Vormittag mit dem Drucken beginnen und dann setzte sich einer von Ihnen ins Auto und um viertel vor sieben, also mehr als eine Stunde vor Lesungsbeginn, waren sie dann da.

Die Lesung begann mit einem Essen für die KünstlerInnen. Gut gespeisst und guter Dinge begann dann die Lesung. Wir konnten zwar nicht jedem Gast einen Sitzplatz anbieten, doch als unser Singer/ Sonwriter, der romantische Großstadtzyniker Peter Wagen uns erzählte dass eins seiner Lieder in Island in einem Container entstand, indem er wohntewährend er sich ausbeuten lies und darüber nachdachte warum er sich nicht woanders ausbeuten lasse, lies das Ölsardinengefühl deutlich nach.

Es lasen Elisabeth Blöcker aus Hamburg, Steffen Roye aus Dresden, Nina Golombeck aus Duisburg, Ernst-Edmund Keil aus Sinzig-Bad Bodendorf, Bettina Hartz vom Lunardi Verlag.

Nach zwei Runden Lesung klang der Abend mit netten Gesprächen aus. Einzig am Tisch von Kino Berlino herrschte nun große Hektik. Die 24 h Zeit, die sie hatten um aus dem gehörten Filme zu machen hatten begonnen.

Am Samstag ging es dann gleich weiter mit einer kurzen Lesung. Aufgrund von kleineren Komplikationen mußten wir dann noch das Programm ein wenig umstellen. Während die Musiker schon improvisierten, herrschte bei Kino Berlino noch große Hektik. Filme waren noch nicht fertig geschnitten oder im falschen Format gerendert. Man konnte am Rande eine Menge Probleme über den Alltag von Regisseuren, Kameraleuten und Schnittechnikern lernen. Doch dann stand alles und die Show begann. Es waren 6 Stummfilme entstanden, die wir hoffentlich bald auf dieser Seite präasentieren können.Verfilmt wurde "Parlando" von Ernst Edmund Keil,  "Ausflug" von Julia Marfutova, "Clownerie Poesie" von Jan Pelz und "Robiie Williams unter Dusche" von Steffen Roye. Darüber hinaus entstanden zwei weitere Kurzfilme, die von der Lesung am Freitag inspiriert waren. Die Filme waren Interpretationen oder freie Weiterführungen der Texte. Mich persönlich hat beeindruckt, dass die meisten Filme sich Gedichte als Grundlage genommen hatten. Überascht hat mich vor allem die Qualität und Professionalität der Filme. Die Stummfilme wurden von Filip Piskorzynski und Sebastian aus Hamburg, Friedelm Adrion und Dani Morera aus Berlin vertont. Ohne zu wissen, dass es sich um Improvisation handelte, hätte man es wohl für abgesprochen gehalten. Doch die Musiker zeigten auch gerade zum Schluss, als eine technische Panne einen Bildschirmhintergrund und ein Schnittprogramm auf die Leinwand projezierte ihre Qualitäten. Sofort entwarfen sie eine Improvisation mit Gesang, Gitarren und Saxophon, die die Zuschauer bei Laune hielt.

Schließlich rockten 2kilos& more aus Paris das Haus und die Nacht nahm ihren Gang. Wer früh schlafen Ging war selber schuld. Wir hatten unseren Spass.