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Poliik
Wahlen in Berlin und MCPom PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von Olaf Stichtenoth   
Tuesday, 19. September 2006
Tja liebe Leute,
die Wahlen am letzten Wochenende haben so einiges gezeigt:
 
1. Immer weniger Menschen glauben daran, dass sie durch Wahlen Einfluss auf das Geschehen nehmen können. Die Wahlbeteiligung lag gerade noch über 50%, d.h. dass nur die gut Hälfte der Erwachsenen überhaupt entscheiden will wer sie regiert oder nicht. Man sollte sicher nicht daraus den Schluss ziehen, dass die NichtwählerInnen eine homogenen Masse seien, die an einem Strick zieht. Andererseits müßte eine Wahlbeteiligung unter 50% eine Demokratie in eine nicht aufzulösende Legitimationskrise führen. Das wird natürlich nicht eintreten, da die PolitikerInnen gerne von oben herab den verfassungsgemäßen Souverän, das Volk als dumm ansehen und meinen seine Meinung  ignorieren zu können. Man kann nur hoffen, dass sich dies irgendwann einmal als Irrtum herausstellt und die Menschen sich als die zu verstehen geben, die sie sind: mündige Bürger mit einer berechtigten Meinung.
 
2. die Zerbröselung der großen Volksparteien geht weiter. Dies ist vielleicht das erste Anzeichen für eine Änderung der politischen Stimmung. Man wählt halt nichtmehr CDU oder SPD weil es auch die Eltern taten. Die beiden großen Volksparteien werden lernen müssen das Wahlvolk ernst zu nehmen.
 
3. Leider gibt es immer noch miese Bauernfänger, denen nicht nur Bauern, sondern auch viele Arbeitslose auf den Leim gehen. Ja meint ihr denn wirklich, dass irgendein Problem gelöst wäre, wenn es in Deutschland weniger Ausländer gebe? Die Arbeiten die v.a.. von Ausländern gemacht werden, will doch eh keiner tun. Zudem sind die Programme der Rechten völlig an der Realität vorbei. Aber auf den Verstärkerseiten werde ich wohl hoffentlich eh niemanden erreichen, der rechts gewählt hat. Wir sollten es alle als unsere Aufgabe betrachten üblen Demagogen das argumentieren schwer zu machen.
 
Soviel zur Politik. Zurück zur Kunst.