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Geschrieben von Olaf Stichtenoth   
Thursday, 14. December 2006

Osteuropäisches zur Weihnachtszeit

 

von Ildar Kharissov

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Wieviel Osteuropa braucht Berlin? "Eine ganze Menge", meint Gisela Ebert, die langjährige Leiterin der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung e.V. "Osteuropa war schon immer ein Schmelztiegel von Völkern und Kulturen, und aus seiner Geschichte, selbst aus ihren tragischen Seiten, können wir lernen, wie das Miteinanderleben unterschiedlicher Ethnien und Religionen zu gestalten wäre. Außerdem verfügen die Länder Osteuropas über eine reiche und mannigfaltige Kultur, deren inspirierender Wirkung kaum jemand widerstehen kann". So sind es Anliegen der Gesellschaft, neben der Förderung von Hilfsmaßnahmen auch die Vermittlung von Informationen über Aus- und Weiterbildung sowie Organisation von Kulturveranstaltungen zu unterstützen, wo Künstler aus Deutschland und Osteuropa zusammen treffen.

 

In den letzten Jahren konnten mit der Hilfe des Vereins mehrere Musikgruppen aus Russland und der Ukraina in Berlin auftreten, und der Berliner Knabenchor konzertierte mit Unterstützung des Teams um Gisela Ebert im vergangenen Mai in Dubna bei Moskau. Farbenfrohe Bilder und Fotos von osteuropäischen Künstlern zieren die Ausstellungsräume der Gesellschaft, einige dieser Ausstellungen verhalfen zur Geburt einer neuen Künstlerinitiative bzw. eines Vereins. Die 1991 in Berlin-Prenzlauer Berg gegründete Gesellschaft kooperiert regelmäßig mit gleichgesinnten Organisationen wie dem Kulturring in Berlin, dem Kulturverein Prenzlauer Berg oder der Gesellschaft für bedrohte Völker und betreut das Projekt "Quellen und Studien zur russischen Musikgeschichte".

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Mitte Dezember lädt die Gesellschaft für Osteuropa-Förderung einen großen Kreis von Osteuropa-Freunden und solchen, die es noch werden möchten, zu einer vorweihnachtlichen Veranstaltung besonderer Art ein: Künstler unterschiedlicher Generationen aus Ost und West präsentieren sich und tauschen Erfahrungen aus. Die junge Geigerin Maria Wehrmeyer spielt in Begleitung von Elena Poldiaeva Werke von Peter Tschaikowski, Sergej Prokofjew u.a., Elke Scholz liest Gedichte aus ihrem neuen Buch "Das Paradies ist gleich um die Ecke", Tatjana Berghenn und Christina Ghai stellen ihre Bilder aus. Der Abend wird mit einem a-capella-Programm des Knabenchors Berlin unter der Leitung von Karl-Ludwig Hecht eröffnet und klingt mit der weihnachtlichen Musik in der Interpretation von Klara Heinzelmann (Violine) und Svetlana Stepovaja (Klavier) aus.

 

 

 

 

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Weihnachtsabend in der Gesellschaft für Osteuropa-Förderung e.V.

Freitag, 15. Dezember, von 17.00 bis 21.00 Uhr

Mühlenstraße 62-65 (U2 Vinetastraße oder S-Bahnhof Pankow), Tel. 030/2828234

Eintritt frei